Zister ("Cetera")
wohl Brescia, um 1590
unsigniert
Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig, Inv.-Nr. 613
613 r 613 s 613 v
Beschreibung
Mensuren Gesamtlänge des Instruments 912
Saitenmensur 545
Halsmensur 249 (= 0,46 M)
Anzahl der Saiten/Chöre 12 Saiten; 6 Chöre (6 x 2)
Saitenabstand am Obersattel 48
Saitenabstand am Steg [52]
Saitenmaterial  
Stimmung  
Saitenhöhe über dem Oktavbund  
Saitenhöhe am Untersattel  
Griffbrett Griffbrettform Griffbrett flach, gerade, auf Decke geleimt; Klammerprofil an der Baßseite des Griffbretts
Material Ahorn
Griffbrettlänge 378
Griffbrettbreite am Obersattel 52,5
Griffbrettbreite unten 56
Griffbrettbreite am Oktavbund 59,5
Griffbretthöhe (= -stärke) 10,5 .. 11,5
Griffbrettwölbung -
Lage des 8°-Bundes/Bund am Korpusrand Deckenrand zwischen  10. und 11. Bund
Obersattel Hartholz
Tonskala-Kennzeichnung -
Bünde Anzahl 18
Material Messing
Anbringungsart mit Holzspänen in konische Schlitze verkeilt
Bundbreite 49 .... 55 (Ganzbünde)
Fret Pattern teildiatonische Bundanordnung (siehe  Italienische Zistern)
Bundabstände B1 ... Bn
Bund in mm  in cent Messung e'
B1 33,1 108,9 109,0
B2 58,6 197,7 202,5
B3 87,0 302,4 303,5
B4 113,4  405,7 -
B5 136,0 ... 136,2 499,7 500,0
B6 161,0 609,0 602,5
B7 179,8 696,4 690,5
B8 202,0 805,7 -
B9 219,0 894,2 885,0
B10 238,6          1002,3 989,0
B11 257,5          1113,3 1100,0
B12 271,1 ... 271,8 1199,8 1200,0
B13 288,2 ... 289,1
B14 301,9 ... 302,1
B15 315,1 Anm.: Am 8. Bund waren keine Messung möglich, da die Saite bereits auf dem nächst höheren Bund aufliegt.
B16 326,0 ... 326,2
B17 338,8
B18 359,0
Korpus Formart Korpus ausgestochen, mit Halstrakt zusammen aus einem Stück gearbeitet 
Korpuslänge 421
max. Korpusbreite 333
Korpustiefe am Schalloch 65
Korpushöhe  
Lackierung  
Decke Material Fichte, dreiteilig; die dendrochronologische Untersuchung der Decke durch Peter Klein, Ordinariat für Holzbiologie der Universität Hamburg, ergab eine Datierung des jüngsten Jahresringes auf das Jahr 1586
Deckenlänge 421
Deckenbreite 333
Deckenstärke  
Wölbungshöhe 6,5
Randeinlagen/Dekor 2 Tuscheflödel um Schalloch und Deckenrand
Kehlung der Decke -
Deckenüberstand -
Beleistung 2 Deckenrippen bei max. Korpusbreite und unmittelbar am Griffbrettende
Lackierung/Färbung dunkelbraun
Schallöcher Schallochdurchmesser 101 
Schallochlage 216 v.u.
Verhältnis zur Mensur  
Rosetten einlagig, mit Holzstreifen hinterleimt
Zargen Material Ahorn
Anzahl Hier: Seitenwände, da nicht in Zargenbauweise gefertigt
Zargenhöhe am Oberklotz 70
Zargenhöhe am Unterklotz 47
Änderungsverlauf der Zargenhöhe 0,67
Zargenstärke  
Randeinlagen/Zierspäne  
Reifchen  
Zargenzusammenschnitt  
Neigungswinkel zur Deckenebene 67°
Boden Material Ahorn
Bodenlänge 343
Bodenbreite 288
Bodenstärke  
Berippung keine Berippung
Bodenüberstand -
Wölbungshöhe des Bodens 8
Randeinlagen/Dekor  
Hals Material Ahorn
Formart nur diskantseitig unter dem Griffbrett
Halslänge 270
Halsbreite oben/unten 24,5 / 29,5
Halswinkel 15°
Befestigungsart des Halses Hals eintraktig mit Oberklotz und Korpus
Profilleistchen am Halsansatz keine Profilleistchen am Halsansatz
Wirbelbrett Form Wirbelbrett mit abgeschrägten Kanten; Ahorn
Größe Länge: 193
Anzahl der Wirbel 12
Wirbelform  
Material Birne(?)
Wirbelstellung 2 x 4 schrägständig, 4 in mittlerer Reihe vorderständig; in Lochbohrungen; Tiefe: ≈ 18
Saitenbefestigung am Wirbel  
Kopf geschnitzter Vogelkopf; kammartiges, in einen Haken auslaufendes Profil an der Unterseite des Wirbelkastens
Saitenhalter Material Ahorn
Saitenhalterform kammartig
Saitenaufhängung Saitenaufhängung an Kammzähnen
Befestigungsart des Saitenhalters eintraktig mit Korpus
Untersattel kein Untersattel
Steg Stegform Steg nicht original
Material  
Stegmaße  
Steglage  
Stegeinlage  
Quellen HerkunftSammlung Heyer
Frühester Nachweis Kinsky 1912 (möglicherweise Kraus 1901)
Literaturnachweise Kinsky 1912, S. 185; Kinsky 1913, S. 92; Feldhaus 1914, Sp. 1381/82; Schultz 1929, S. 60; Grijp 1981, S. 67; Michel 1999, S. 35ff.
Abbildungsnachweise Kinsky 1912, S. 187; Feldhaus 1914, Sp. 1381/82; Schrammek 1989, S. 14; Michel 1999, S. 14 und 37
Andreas Michel 1999
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